18.- 25. April 2027
8 - tägige Reise per Bus
Studienreise in Kooperation mit Bildung Evangelisch Erlangen
Idee, Konzept und Reiseleitung:
Katja Boampong-Brummer
Wir möchten Interessenten angeln!
Der Veranstalter ist:
Dr. Augustin Studienreisen
Bayreuther Str. 9 91301 Forchheim
www.dr-augustin.de Tel: 09191-736300
Der Frühling lässt sein blaues
Band….
Unter Markuslöwe und Doppeladler, unter der Herrschaft Venedigs und Habsburgs also – so wird die
Geschichte dieser Region cum grano salis überschrieben. Faktisch aber erleben wir zudem Spuren der Römer, der Byzantiner und der Langobarden, jener „völkerwandernden“ Ethnie, die für reichlich zwei
Jahrhunderte die Geschicke Oberitaliens inklusive der Lombardei und der Emilia Romagna bestimmte (es gab auch Zentren im Süden Roms), spezifische Kunstwerke hinterließ und von Karl, dem damals noch
nicht Großen, vertrieben wurde (aus diesem Geschichte machenden Ruf des Papsttums um karolingische Hilfe ergab sich der Schulterschluss zwischen „regnum“ und „sacerdotium“, der in der Folgezeit
manchen Vorteil und noch mehr gewaltigen Zündstoff liefern sollte) und ungeachtet des Versickerns in der Historie nachhaltige Wirkung zeitigte.
Die Landschaft changiert zwischen Bergkulissen und Küstengestaden; die Kunst führt uns von römischen Säulen zu frühchristlichem Bodenschmuck, von langobardischen Stuckfiguren zu romanischen Kirchen,
von Mosaiken zu gotischen Fresken, von Renaissance-Palästen zu Rokoko-Bildern, vom Klassizismus zum Historismus.
Die Küche pendelt zwischen verarbeiteten Schweinen und veredelten Trauben.
Nur eine Herberge bei Udine bildet den Mittelpunkt unserer Exkursionen.
Das alles sollte doch ein schmackhaftes
Reise-Menü ergeben- bequem einzunehmen und vielfältig in den Zutaten.
1. Tag, So.,18. 4.:
DER ANLAUF MIT
ZWISCHENSTOPP
Wir starten um 7.00 in Erlangen vom Großparkplatz West; Zustiegsmöglichkeiten in Fürth an der Bushalte-stelle am Hotel Mercure, sodann in Nürnberg, U-Bahn-Station
Rothenburger Str. / Ecke Frankenschnellweg.
Für Münchner Gäste bietet sich die Raststätte Vaterstetten an.
Nun geht es zügig über die Autobahn via Salzburg und Villach mit Pausen in angemessenen Ab-ständen sowie einem Besichtigungshalt in SPITTAL, dessen Schloss Porcia uns mit dem arkaden-gesäumten Renaissancehof erfreut (und durch einen Pranger mit Schwertarm erschreckt…) Den Reiseweg nutze ich, Sie mit
Vorträgen auf die nicht wenigen geschichtlichen Irrungen und Wirrun-gen unserer zu erkundenden Region einzustimmen.
Nach einem strammen Fahrtag, begleitet von schöner Landschaft mit sprießender Natur, erreichen wir UDINE, wo wir uns in einem Vorort für 7 Nächte im 4*-Hotel „Del
Parco““ einquartieren. 4x genießen wir in kommod fußläufig erreichbaren Restaurants das Abendessen.
670 km
2. Tag, Mo.,19. 4.: EIN KECKER ENGEL VON TIEPOLO IM VENEZIANISCH
GEPRÄGTEN UDINE
Wir erreichen alsbald UDINE. Was steht an? Ein nicht uninteressanter Dom (wenn auch ein „Sam-melsurium“), nebenan ein „Oratorio della Púritá“ (Venedig lieh
für die Ausstattung seinen Maler-Star Tiepolo aus), ein Streifzug durch die Stadt mit der repräsentativen Piazza della Libertá, der gotischen Loggia del Lionello und dem Markuslöwen, der anzeigt,
dass die Serenissima auch hier vorübergehend Herrin war. Am Ende warten die beeindruckenden Fresken Tiepolos im Erzbischöf-lichen Palast mit einem verblüffend erotischen Engel. Er fertigte dieses
Werk lange Jahrzehnte vor seinem Aufenthalt in Würzburg. Das alles verlangt uns nicht die letzten Kräfte ab, lässt nach der langen Strecke gestern die Füße in Bewegung kommen und sieht uns am späten
Nachmittag wie-der im Hotel und dann bei einem feinen Mahl.
15
km
3. Tag, Di., 20.4.:
DIE LANGOBARDEN ALS KUNSTSCHÖPFER
Zunächst untersuchen wir das entzückende CIVIDALE mit dem aus der Langobardenzeit überkom-me-nen „Tempietto“ und den Stuckfiguren des 8. Jahrhunderts-eine Rarität!
Der Dom mit seinem Museum und langobardischen Fragmenten wird sodann beäugt und: irgendwie müssen wir hier noch ungeschoren an der „Teufelsbrücke“ vorbeikommen!
Nachdem nun die Region guten Wein und besten Schinken hervorbringt, wollen wir des späteren Tages in der Umgebung das ländliche Gut „Rocca Bernarda“ aufsuchen und
dort eine Weinprobe mitsamt einer edlen Brotzeit genießen! Der kleine Weg hinauf durch eine Allee, die Aussichten in die Ferne, die Nester und Burgen dieser Gegend- sie geben uns eine herrliche
optische Folie ab und geleiten unseren Blick – vielleicht sehen Sie hernach doppelt so viele Rittersitze? ca. 55 km
4. Tag, Mi., 21. 4.:
FRÜHES CHRISTENTUM UND GESCHMÜCKTE BÖDEN
Erneut haben wir nur eine reichliche Stunde bis AQUILEIA, wo in sanfter Stille und Abgeschieden-heit umwerfende Bodenmosaiken aus frühchristlich-konstantinischer
Zeit (wieder etwas Exzep-tionelles!) neben antiken Ruinen auftauchen. Wir befinden uns hier auch an einem Schnittpunkt westlicher und byzantinischer Einflüsse. Der Patriarch von Aquileia als
ranghoher Kirchenfürst übte zugleich weltliche Herrschaft über das Friaul aus. Ein romanisches Bauensemble voller Reiz zieht uns in seinen Bann und quasi nebenan ist es ein römisches Monument,
das uns an die Af-finität beider Epochen erinnert. Ein Gang durch das Museum vervollständigt die Eindrücke.
Eine Villa hatten wir noch gar nicht: nehmen wir doch in PASSARIANO die VILLA MANIN, als riesi-ger Bau Ende des 18. Jahrhunderts zum Landsitz des letzten Dogen
bestimmt, berühmt geworden durch den Vertrag zwischen Frankreich und Österreich 1797.
Beeindruckt kehren wir ins Hotel zurück und speisen wieder an „heimischen Tisch“. ca. 185 km
5. Tag, Do., 22. 4.:
VENETIEN UND WOHLERGEHEN AM FUSSE DER BERGE
Friaul und Venezien sind ja ohnehin sich überlappende Regionen und so können wir getrost Gren-zen überschreiten. Das hübsche TREVISO, von Wasserläufen durchzogen,
weist als Höhepunkt die Kirche San Nicolò auf mit dem von Tommaso da Modena im 14. Jahrhundert ausgemalten Kapitel-saal (u.a. mit der ältesten erhaltenen Darstellung einer Brille); auch San Francesco
besitzt Fresken aus dem Umkreis dieses hochgeschätzten Meisters.
Nun schwenken wir aber ab Richtung SAN DANIELE DI FRIULI, um zum Beschluss des heutigen Tages die Köstlichkeiten aus Küche und Keller zu goutieren.
Vielleicht sollten wir zuvor noch die Renaissancefresken in der Kirche Sant´ Antonio Abate bewundern, sofern wir mit den Öffnungs-zeiten zurechtkommen. Nach dem Abendessen (mit Schinken) brauchen wir
eine kleine Stunde heimwärts.
ca. 210 km
6. Tag, Fr., 23. 4.:
BERÜHRUNGSGEBIET DER KULTUREN UND TRAUMKULISSE
Unser erster Besuch gilt dem PARK UND SCHLOSS MIRAMARE vor Triest- am Meer gelegen, von einem schönen Garten umgeben, so stellt es die Kulisse für einen flüchtigen
Traum vom Glück für den unseligen Bruder des Kaisers Franz Joseph dar, jenes Maximilian, der später - als Schachfigur der Politik zum Kaiser von Mexiko gemacht- dort zu Tode kam.
In TRIEST begegnen sich österreichische, italienische und slawische Elemente, es gilt als „Drehbühne zwischen der italienischen Halbinsel und dem Balkan“. Die
Hafenseite ist von erstaun-lichem Flair und die habsburgische Kaffeehaus-Tradition hat sich erhalten. Davor aber steht die „Arbeit“: der Dom ist zwar ein Konglomerat verschiedener Bauphasen, aber
doch romanisch domi-iert; dazu gibt es herausragende Ausstattungsstücke, vornehmlich das Apsismosaik aus dem 12. Jhdt. Die „Krokant-Fassade“ des Palazzo Comunale leitet dann über zu den
majestätischen Bauten des Historismus und den Flaniermeilen.
Sollten wir die Wege geschmeidig überwinden, so könnte wir noch erfahren, wo Rainer Rilke einen Inspirationsschub hatte –
DUINO liegt am Rückweg; elegisch ist uns aber hoffentlich nicht zumute! Falls doch- das Diner beim Hotel richtet uns wieder auf.
ca. 200 km
7. Tag, Sa., 24. 4.:
GRADO UND DIE LAGUNE- BENESSERE VOR DEM ABSCHIED
GRADO fehlt uns noch! Hier komplettieren wir unsere Kenntnisse in Sachen früher Christenkunst – der Dom Sant´ Eufemia geht auf das 6. Jahrhundert zurück! Aus
dieser Zeit ist das Bodenmosaik erhalten, dem wir das noch ältere in der Ruine von San Giovanni hinzufügen. Gehen wir sodann noch ein wenig durch den lebhaften Ort – zurück in die
Jetztzeit.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen genießen wir eine 2½-stündige Bootstour durch die Lagune von Grado mit einem Aufenthalt auf
der Insel Barbana (Klosteranlage, von außen) und dem Vorbeigleiten an den „Casoni“, einfachen riedgedeckten Fischerhäusern.
Zum Abend sind wir längst zurück in unserem Refugium. Der Magen wird noch gefüllt sein, deshalb begnügen wir uns mit einem Umtrunk. Schließlich will der Koffer noch gepackt werden.
140 km
8. Tag, So., 25. 4.:
RÜCKWEG MIT NOCH EINEM BONBON
Die Kultur ist umfassend „eingesackt“, wir machen uns auf den Heimweg. Die Route ist die gleiche wie hinwärts, alles andere ist nicht zu bewältigen. Die Frühlingsvegetation wird jedoch in vollem
Aufbruch sein und uns unterdessen schon wieder neue optische Sensationen gönnen.
Etwas Feines habe ich am Wegesrand gefunden, damit wir nicht kunstlos bleiben und einen ange-nehmen längeren Aufenthalt haben: MILLSTATT AM SEE überrascht mit der
ehemaligen Stifts-kirche und dem Kreuzgang, seltsam-faszinierenden romanischen Skulpturen sowie einem aus-rucksstarken Fresko des Jüngsten Gerichts- das soll nun aber nichts bedeuten. Ein Imbiss wird
hier angenehmer einzunehmen sein als an der Autobahn- die blinkende See liegt vor uns.
Natürlich bauen wir weitere Pausen ein (u.a. in Vaterstetten) und peilen eine Rückkehr in Nürnberg gegen 20:00 und in Erlangen gegen 20:30 ein.
670 km
Der Reisepreis beträgt: 2140 € im halben Doppelzimmer; 196 € EZ – Zuschlag
Dieser Preis gilt ab 25 Teilnehmern.
Folgende Leistungen sind darin enthalten:
. . 7 Übernachtungen im 4* Hotel
"DELPARCO" bei Udine, City-Tax
. Halbpension, davon 6 x abends außerhalb des Hotels, 1 x als Mittagessen (s.Programm)
. komfortabler Bus mit Toilette, alle den Bus betreffenden Kosten (nicht aber persönliche Trinkgelder) . fachlich kompetente Reiseleitung durch Katja Boampong-Brummer / Führungen, Eintrittsgelder
. Lagunen -Bootsfahrt bei Grado / Weinprobe auf der "Rocca Bernarda"
. Reisebegleitung durch Herrn Carsten Kurtz von Bildung Evangelisch Erlangen
. Kopfhörersystem
. Sicherungsschein der Firma Dr. Augustin Studienreisen
Bitte wenden Sie sich an mich, wenn Sie das Programm mit dem Anmeldezettel in ausgedruckter Form per Briefpost erhalten möchten.
Das ausgefüllte Formular senden Sie bitte direkt
an das Büro Dr. Augustin Studienreisen!
(Die Adresse ist auf dem entsprechenden Blatt vermerkt!)
Der Anmeldeschluss ist der 15. 12. 2026.
Falls die Reise vorher ausgebucht sein sollte, legen wir eine Warteliste an.